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Bavarian Bible 1998 (De Bibl auf Bairisch)
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Ruth 1
Ruth 1
Bavarian Bible 1998 (De Bibl auf Bairisch)
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1
In dyr Richterzeit war aynmaal ayn Hungersnoot in n Land. Daa zog ayn Man aus Bettlham in Juden mit seinn Weib und de zween Sün auf Mob umhin furt und haet syr daa ent ayn Auskemmen gsuecht.
2
Der Man hieß Elimelech und is Naumi und seine Sün Mächlon und Kiljon. Die warnd also von Effret dyrhaim, von Bettlham z Juden. Sö kaamend auf Mob umhin und blibnd daa ent.
3
Dyr Elimelech, yn dyr Naumi ir Man, starb, und si hinterblib mit ire zween Sün.
4
Die naamend syr mobische Weiber, d Orpy und Rut, und yso gwonend s daa ent non beierer zöhen Jaar lang.
5
Dann starbnd aau dyr Mächlon und Kiljon, und d Naumi war aane irn Gattn und de zween Sün yllain.
6
Daa braach s mit ire Schnurn auf und gwill aus Mob wider haimgeen, weil s ghoert hiet, däß dyr Herr yn seinn Volk ayn guete Ärn göbn hiet.
7
Is und d Schnurn braachend also von ienern Ort daadl auf und gwandernd auf Juden haimhin.
8
Daa gsait d Naumi zo ire Schnurn: "Mechtß n nit lieber zo enkerne Müetter zrugggeen? Müg enk dyr Herr allss Liebe göbn, wie yr s yn de Mänder saelig und mir erwisn haat!
9
Dyr Trechtein werd enk schoon aynn guetn Man und ayn Auskemmen göbn." Dann gabusst s all Zwo zo n Tue-wol, aber d Orpy und Rut fiengend laut s Reern an
10
und gsagnd zo irer: "Nän, mir wollnd doch mit dir zo deinn Volk mitgeen!"
11
D Naumi gmaint: "Gee, seitß doch gscheid, Dirndln! Was wolltß n bei mir? I krieg y diend +nie meer Sün, die woß heirettn kännttß!
12
Nän, keertß um, Dirndln; i bin z alt für aynn Man. Sogar wenn i myr non ayn Hoffnung machen kännt, wenn i dö Nacht mit aynn Man was haet, und dös wurdd öbbs mit de Sün;
13
mechetß n ös dann wartn, hinst däß s grooß seind? Wolltß n so lang d Wand anschaugn? Nän, Dirndln! Für mi ist s y non schlimmer wie für enk, wie mi dyr Trechtein gschlagn haat."
14
Daa gwainend s non örger. Aber dann gapfüett s d Orpy doch non, wogögn d Rut bei irer blib.
15
D Naumi gmaint: "Seghst ys, dein Schwaegerinn geet +haim zo irn Volk und irn Got. Gee halt aau mit irer mit!"
16
D Rut gantwortt: "Nän, zwingen kanst mi nit, däß i di verlaaß und umkeer. Wost du hingeest, daa gee i aau hin; und wost du bleibst, daa bleib aau i. Dein Volk ist mein Volk, und dein Got ist mein Got.
17
Wost du stirbst, stirb aau i; daa sollnd s mi lögn. Dyr Herr sollt mi straaffen, wenn üns öbbs schid ausser n Tood."
18
Wie s saah, däß d Rut durchaus mit irer mit gwill, grödt s irer niemer ab dyrvon.
19
Yso gwandernd s mitaynand auf Bettlham. Wie s daadl ankaamend, griet de gantze Stat wögn ien aus n Häusl. "Dös ist ja d Naumi!", rieffend d Weiberleut allsand.
20
Aber is gaab ien an: "Nenntß mi niemer Naumi - Liebliche -, sundern Märy - Fraitliche -, weil myr dyr Allmächtige s Löbn yso verbittert haat.
21
Allss hiet i, wie i furtzog, aber mit laere Höndd haat mi dyr Herr haimkemmen laassn. Warum nenntß n mi non Naumi, wo si doch dyr Trechtein gögn mi gwenddt haat? Ja, dyr Allmächtige haat mi eyn s Unglück gstürtzt."
22
Yso gakeert d Naumi aus Mob haim, und d Rut, ir mobische Schnur, mit irer. Wie s z Bettlham ankaamend, war grad de Gerstnärn angangen.
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