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Bavarian Bible 1998 (De Bibl auf Bairisch)
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Song of Solomon 5
Song of Solomon 5
Bavarian Bible 1998 (De Bibl auf Bairisch)
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1
"I kimm eyn n Gartn, liebste Braut und brock meinn Rauck, mein Mürrn. Mein Wabn mit n Hönig iß i ietz, trink mein Milich und meinn Wein. Freundd, össtß und trinktß, laasstß gsagt enk s sein; berauschtß enk an dyr Minn!"
2
I schlief, doch war mein Hertz hellwach: Klopft daa mein Friedl an?: "Mach auf, Hertzliebste, gminnte Braut, o mein Täuberl aane Fael! Mein Kopf ist naß wordn ganz von n Tau; grad trüpfln tuend myr d Haar."
3
"Gee kimm, i haan mi auszogn schoon; ietz zug i mi wider an? Haan d Füess mir gwaschn; soll i s ietz mir dröckig machen gar?"
4
Daa gströckt mein Bue sein Hand durch s Luck, und i gabibnt iem zgögn,
5
standd auf und gmach yn n Liebstn auf; ganz voll Mürrn wurd s gantze Schloß.
6
I gmach iem auf, daa war yr wögg; mein Minnblüe war dyrhin! Für s Eerste war i ganz dyrgheit; i gsuech n, doch fandd nix. I schrir und rief; er war nit daa.
7
Mi griffend d Wächter auf. D Straiff schlueg und gwunddt mi in dyr Stat, und riß mir meinn Schlair gar wögg.
8
Ös Frauenn z Ruslham, i fleeh: "Gee, wenntß meinn Liebstn seghtß, dann richttß iem aus, i bin ganz krank und schmacht vor lautter Minn!"
9
"Gee, Dirndl, Gschmächerl, sag s üns, was dein Bue so Bsunders haat! Was haat yr Anderne voraus, däßst üns gar yso beschwörst?"
10
"Wie Höng und Milich ist mein Bursch; dönn kenntß aus tauset raus.
11
Sein Haaupt ist wie ayn scheiers Gold, seine Lockenn schwarz wie d Nacht.
12
Und d Augn seind netty Taubn an n Bach, de Zöndd weiß, aane Mailn,
13
de Bäckerln wie ayn Böttling voll mit Balsn und mit Gwürtz. Dyr Lilgn seine seine Lippn gleich; grad trüpfln tuend s von Mürrn.
14
Und d Finger seind wie Stäb aus Gold und belögt mit edle Stäin. Aus Elfnbain ist gschnitzt sein Leib, mit Säffer auf und z auf.
15
Und d Schinchln anlnd yn Märblsäuln und seind gründdt auf scheiers Gold. Sein Gstaltt ist wie dyr Weissnberg, dyr Zöder gleich erhabn.
16
Sein Mäul ist süess; er ist ain Wunn, i haan allssand an iem lieb. Dös ist mein lieber Bue, mein Man; ietz haan i n enk beschribn. Ös Ruslhamerinnen all, ietzet wisstß, um was s myr geet!"
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