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Proverbs 13
Proverbs 13
German Gruenewald (Grünewald) 1924
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1
Der Weise achtet auf die väterliche Mahnung; der Spötter hört auf keinerlei Verweis.
2
Der Gute nährt sich von der Hilfe anderer, die Gier der Bösewichter von Gewalttat.
3
Wer seinen Mund behütet, wahrt sein Leben; wer seine Lippen aufreißt, dem droht Untergang.
4
Der Faule will und will doch nicht; der Arbeitsame aber wird gar reich gelabt.
5
Die Lüge haßt der Fromme; die Sünde bringt nur Schimpf und Schande.
6
Des Weges Sicherheit bewacht die Tugend; das Laster aber läßt zum Fall den Fehltritt führen.
7
Der eine stellt sich reich und hat doch nichts; der andere stellt sich arm und hat ein groß Vermögen.
8
Schon mancher mußte durch viel Geld sein Leben retten; wer arm ist, hört nie eine Drohung.
9
Das Licht der Frommen leuchtet; der Frevler Leuchte muß erlöschen.
10
Im Übermut allein kommt es zu Tätlichkeiten; doch Weisheit findet sich bei Klugen.
11
Vermögen schwindet, das durch nichts erworben wird; doch wer durch Arbeit es erwirbt, vergrößert es.
12
Ein lang dahingezogenes Hoffen macht das Herz erkranken; ein Lebensbaum ist der erfüllte Wunsch.
13
Wer vor Befehlen keine Scheu besitzt, der schädigt sich; wer aber Ehrfurcht vor Geboten hat, wird nicht behelligt.
14
Des Weisen Lehre ist ein Lebensborn, wo's gilt, den Fallstricken des Todes zu entgehen.
15
Ein fein Benehmen bringt in Gunst; der Sünder Wandel führt zum Abgrund.
16
Ein kluger Mann tut alles recht geschickt; der Tor entwickelt Torheit.
17
Der frevelhafte Bote stürzt sich selbst ins Unglück; ein treuer Bote tut sich selber wohl.
18
Armut und Schande werden dem zuteil, der Zucht verwirft; wer auf die Rüge achtet, wird geehrt.
19
Verbotener Genuß ist süß; dem Toren ist's darum ein Greuel, vom Bösen abzulassen.
20
Gehst du mit Weisen um, wirst du weise! Wer's mit den Toren hält, dem geht es schlecht.
21
Unglück verfolgt die Sünder; den Frommen gibt man zur Belohnung Gutes.
22
Ein Guter hinterläßt sein Erbe Kindeskindern; des Sünders Habe ist dem Frommen vorbehalten.
23
Das Prozessieren frißt der Armen mühevoll bestellte Äcker, und mancher stirbt, bevor das Urteil kommt.
24
Wer seine Rute schont, der liebt nicht seinen Sohn; doch wer ihn liebt, der sucht ihn heim mit Züchtigung.
25
Der Fromme ißt, bis daß er satt; der Frevler Bauch hat nie genug.
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