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Matthew 13
German Luther Heute 2021
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1
An demselben Tag ging Jesus aus dem Haus und setzte sich an den See.
2
Und es versammelten sich große Volksmengen zu ihm, sodass er in ein Schiff stieg und sich setzte, und alles Volk stand am Ufer.
3
Und er redete vieles zu ihnen durch Gleichnisse und sprach: „Siehe, es ging ein Sämann aus, um zu säen.
4
Und während er säte, fiel einiges an den Weg; da kamen die Vögel und fraßen es auf.
5
Einiges fiel auf steinigen Boden, wo es nicht viel Erde hatte; und es ging bald auf, weil es keine tiefe Erde hatte.
6
Als aber die Sonne aufging, verwelkte es, und weil es keine Wurzeln hatte, verdorrte es.
7
Einiges fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen auf und erstickten es.
8
Einiges aber fiel auf gutes Land und trug Frucht, einiges hundertfach, anderes sechzigfach und noch anderes dreißigfach.
9
Wer Ohren hat zu hören, der höre!“
10
Und die Jünger traten zu ihm und sprachen: „Warum redest du zu ihnen durch Gleichnisse?“
11
Er antwortete und sprach: „Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen; jenen aber ist es nicht gegeben.
12
Denn wer hat, dem wird gegeben, damit er die Fülle hat; wer aber nicht hat, von dem wird auch das genommen, was er hat.
13
Darum rede ich zu ihnen durch Gleichnisse. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht, und mit hörenden Ohren hören sie nicht; denn sie verstehen es nicht.
14
Und an ihnen wird die Weissagung Jesajas erfüllt, die sagt: ‚Mit den Ohren werdet ihr hören und werdet es nicht verstehen; und mit sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet es nicht verstehen.
15
Denn das Herz dieses Volkes ist verstockt, und ihre Ohren hören schlecht, und ihre Augen schlummern, damit sie nicht mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich sie heile.‘
16
Aber selig sind eure Augen, dass sie sehen, und eure Ohren, dass sie hören.
17
Wahrlich, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben begehrt zu sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.
18
So hört nun ihr dieses Gleichnis von dem Sämann:
19
Wenn jemand das Wort von dem Reich hört und nicht versteht, dann kommt der Böse und reißt weg, was in sein Herz gesät ist; das ist der, bei dem am Weg gesät ist.
20
Bei dem aber auf den steinigen Boden gesät worden ist, das ist der, der das Wort hört und es sogleich mit Freuden aufnimmt;
21
aber er hat keine Wurzeln in sich, sondern ist wetterwendisch; wenn sich Trübsal oder Verfolgung erheben um des Wortes willen, so nimmt er sofort Anstoß.
22
Bei dem aber unter die Dornen gesät worden ist, das ist der, der das Wort hört, und die Sorge dieser Welt und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort, und er bringt keine Frucht.
23
Bei dem aber auf das gute Land gesät worden ist, das ist der, der das Wort hört und es versteht und dann auch Frucht bringt; und einer trägt hundertfach, ein anderer sechzigfach und ein weiterer dreißigfach.“
24
Er legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach: „Das Himmelreich gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte.
25
Als aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon.
26
Als aber die Saat wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut.
27
Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: ‚Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut?‘
28
Er sprach zu ihnen: ‚Das hat der Feind getan.‘ Da sagten die Knechte: ‚Willst du, dass wir hingehen und es ausjäten?‘
29
Er sprach: ‚Nein! Damit ihr nicht gleichzeitig den Weizen mit ausreißt, wenn ihr das Unkraut entfernt.
30
Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und zur Zeit der Ernte will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zunächst das Unkraut und bindet es in Bündel, damit man es verbrennt; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheune.‘“
31
Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: „Das Himmelreich gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte;
32
das ist das kleinste unter allen Samen; wenn es aber heranwächst, so ist es größer als die Kräuter und wird ein Baum, sodass die Vögel unter dem Himmel kommen und in seinen Zweigen wohnen.“
33
Ein anderes Gleichnis redete er zu ihnen: „Das Himmelreich gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter drei Scheffel Mehl mengte, bis es ganz durchsäuert war.“
34
All dies redete Jesus durch Gleichnisse zu dem Volk, und ohne Gleichnis redete er nicht zu ihnen,
35
damit erfüllt würde, was durch den Propheten gesagt wurde, der spricht: „Ich will meinen Mund auftun in Gleichnissen und will aussprechen, was von Grundlegung der Welt an verborgen war.“
36
Da entließ Jesus die Volksmengen und kam heim. Und seine Jünger traten zu ihm und sprachen: „Deute uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker.“
37
Er antwortete und sprach zu ihnen: „Der Menschensohn ist es, der guten Samen sät.
38
Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Himmelreiches. Das Unkraut sind die Kinder des Bösen.
39
Der Feind, der sie sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel.
40
Wie man nun das Unkraut ausjätet und mit Feuer verbrennt, so wird es auch am Ende dieser Welt gehen:
41
Der Menschensohn wird seine Engel senden; und sie werden aus seinem Reich alle die sammeln, die Anstoß erregen und Unrecht tun,
42
und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein.
43
Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne im Reich ihres Vaters. Wer Ohren hat zu hören, der höre!
44
Das Himmelreich gleicht einem verborgenen Schatz im Acker, den ein Mensch fand und verbarg, und vor Freude darüber ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker.
45
Wieder ist das Himmelreich einem Kaufmann ähnlich, der gute Perlen suchte.
46
Und als er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.
47
Auch gleicht das Himmelreich einem Netz, das ins Meer geworfen wird, womit man die verschiedensten Arten fängt.
48
Wenn es aber voll ist, so ziehen sie es heraus an das Ufer, setzen sich und lesen die Guten in ein Gefäß zusammen; aber die Faulen werfen sie weg.
49
So wird es auch am Ende der Welt gehen: Die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten scheiden
50
und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein.“
51
Und Jesus sprach zu ihnen: „Habt ihr das alles verstanden?“ Sie sprachen: „Ja, HERR.“
52
Da sprach er: „Darum gleicht jeder Schriftgelehrte, der ein Jünger des Himmelreiches ist, einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorbringt.“
53
Und es geschah, als Jesus diese Gleichnisse beendet hatte, ging er von dort fort
54
und kam in seine Vaterstadt und lehrte sie in ihrer Synagoge, sodass sie sich entsetzten und sprachen: „Woher hat dieser solche Weisheit und solche Taten?
55
Ist er nicht der Sohn eines Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria und seine Brüder Jakob und Joses und Simon und Judas?
56
Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher hat er denn das alles?“
57
Und sie ärgerten sich über ihn. Jesus aber sprach zu ihnen: „Ein Prophet gilt nirgends weniger als in seinem Vaterland und in seinem Haus.“
58
Und er tat dort nicht viele Wunder wegen ihres Unglaubens.
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