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Jeremiah 6
Bavarian Bible 1998 (De Bibl auf Bairisch)
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1
Ös Bengymeiner, bringtß enk ausserhalb Ruslham in Sicherheit! Blaastß in Teckau s Widerhorn und göbtß Baauchen über Bett-Kerem! Denn von n Nordn droot ayn Unheil, ayn Morddsunglück.
2
Zien ist ayn saubers, aber verzogns, Mädl; dös vernicht i aft.
3
Künig zieghnd auf mit ienerne Hörer und lögernd rund umydum; und ayn ieder übernimmt seinn Pfraich bei n Sturm.
4
Sö sagnd: "Auf zo n Krieg gögn Zien, aau in dyr örgstn Mittagshitz! Ou; dyr Tag geet draufer abhin, und d Schätt werdnd lönger!
5
Ist y wurst! Greiff myr halt bei dyr Nacht an und zstürn myr de Pfläst drinn!
6
Denn yso spricht dyr Hörerherr: Machtß Baeum um und schüttß gögn Ruslham aynn Wall auf! Dös ist dö Stat, wo verurtlt ist, weil daa drinn d Unterdruckung gib und gaeb ist.
7
Wie ayn Brunn sein Wasser sprudln laasst, yso laasst dö Stat ir Booset sprudln. Allss, was myn dyrvon hoert, ist Gwalt und Schaach; allss, was i segh, ist Laid und Lötzung.
8
Laaß dyr was sagn, Ruslham; sünst sein myr gschidne Leut! Dann mach i ayn Oed aus dir, daa wo niemdd meer drinn wont.
9
Yso spricht dyr Hörerherr: Fisltß d Restln von Isryheel ab, wie in aynn Weinberg de lösstn Börl! Brock non, brock, wie ayn Hauer!
10
I kännt ja öbbs sagn, aber zo wem? Wer lustert n gar auf mi? Dene seind ja d Wäschln weilete zuegwaxn. Über n Herrn sein Wort bleckend s hoehstns; daa ist nix zo n Holn.
11
Drum brinnt yn n Herrn sein Zorn in mir; i kan n schierger niemer zrugghaltn. - Gieß n aus auf de Kinder auf dyr Gassn und auf de Burschn in dyr Zöch! Laaß n loos auf Mänder und Weiber, ja, auf de ganz Altn aau non!
12
Ienerne Häuser kriegnd Anderne, önn Grund aau und sogar d Weiber, denn i gaa d Leut von dönn Land gscheid straaffen, sait dyr Trechtein.
13
Allsand mitaynand, Minste wie Maiste, wollnd si diend nix wie bereichern; von n Weissagn hinst eyn n Priester tuend s nix wie prätzln.
14
Die machend syr s schoon gar z ainfach, wenn s grad rueffend: "Pässt schoon!" Pfifkäs! Gar nix pässt.
15
Wenn die grausignen Sachenn anprangert werdnd, wo s yso treibnd, schamend sö si nit aynmaal; dös kennend die gar nit. Drum gaand s z Fall kemmen wie de Andern vor ien aau. Wenn i abraitt, ist s aus mit ien, spricht dyr Trechtein.
16
Yso sait dyr Herr: Stölltß enk an de Kreutzungen auf und fraagtß um önn Wög von früehers! Fraagtß, wo der sel Wög zo n Guetn ist, und ös finddtß enkern Frid. Die aber gmainend grad: "Ja, sunst +non was!"
17
Wächter haan i +aau für enk aufgstöllt und gsait, ös solltß auf s Widerhorn aufmörken. Daa gsagnd s: "Ja, freilich, losn werdn myr!"
18
Drum lustertß, ös Völker, und schaugtß, was i ien antuen gaa!
19
Erdn, hoer s! Ayn Unheil bring i über dös Volk; dös habnd sö syr mit ienerner Booset selbn einbrockt. Um mein Wort gschernd sö syr nixn; mein Traun galt ien glei gar nix.
20
Was soll i n mit dönn Weihrauck aus Säbau und dönn Kalms von waiß grad wo her? Von enkerne Brandopfer haan i nix; enkerne Schlachtopfer künntß enk schenken!
21
Drum spricht dyr Trechtein: I lög yn dönn Volk Stölpstäin eyn n Wög; Alte und Junge, wie s grad hergeend, geend dran zgrund.
22
Yso spricht dyr Herr: Ayn Volk kimmt eyn Ort aus n Nordn; ayn groosse Diet bricht auf an n End der Welt.
23
Mit n Pfeilbogn und dyr Lantzn kemmend s dyrher; grausam seind s, und öbbs Sölchers wie Dyrbarmen kennend die nity. Die rumplnd dyrher wie de Brandung, hooh obn auf ienerne Roß; und netty di, Zien, habnd sö syr ausgschaut, däß s di anfallnd.
24
Kaaum ghoern myr dös leumungsweis, haetn myr bald aynn Hertzkäsperl kriegt; dyrtatern taatn myr wie aine in n eerstn Wee'n.
25
Geetß nindert danhin, denn überall ligt dyr Feind und bringt enk um; nän, furchtbar ist s!
26
Mein Volk, lög dyr aynn Sak an und waltz di in n Aschn! Trauert wie um s ainzige Kind, reer wie nonmaal was, denn dyr Verwüester ist über üns kemmen.
27
I haan di bstalligt, däßst mein Volk prüeffst wie ayn Schmeid; schaug, wie lautter däß s ist!
28
Bokbainige Widerweign seind s mit Schedln wie Brontz und Eisn; nix wie Klaffer und Schaecher seind s.
29
Dyr Blaasbalg pfeifft grad non; daa werd s Blei +aau niemer flüssig. Dyr Schmeltzer tuet si umysünst abhin; er bringt önn Sindl ainfach nit ausher.
30
Sindlsilber und Gsindl haissnd s, denn dyr Trechtein haat s verworffen.
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