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Job 11
German Ubersetzung 2014
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1
Da erwiderte Zofar von Naama:
2
"Soll der Wortschwall ohne Antwort sein, / und hat ein Schwätzer einfach Recht?
3
Lässt dein Gerede Männer verstummen? / Darfst du spotten, ohne dass man's dir verweist?
4
Sagst du doch: 'Meine Lehre ist klar, / ich bin in Gottes Augen rein!'
5
Wenn Gott nur reden wollte, / seine Lippen auftun gegen dich
6
und zeigte dir verborgene Weisheit, / die zu hoch ist für den Verstand! / Dann würdest du erkennen, / dass Gott von deiner Schuld noch manches übersieht."
7
"Kannst du die Tiefe Gottes erreichen, / die Vollkommenheit des Allmächtigen fassen?
8
Sie ist hoch wie der Himmel – was kannst du tun? / Sie ist tiefer als die Welt der Toten – was durchschaust du schon?
9
Weiter als die Erde ist ihr Maß / und breiter als das Meer.
10
Wenn er vorbeizieht und zupackt, / wenn er zusammentreibt, / wer will ihn daran hindern?
11
Denn er erkennt die falschen Leute, / sieht das Unrecht, das man nicht achtet.
12
Kommt ein Hohlkopf noch zu Verstand, / wird je ein Wildesel zum Menschen?"
13
"Wenn du dein Herz in Ordnung bringst / und deine Hände zu ihm erhebst –
14
ist Böses in deiner Hand, entferne es / und lass in deinen Zelten kein Unrecht sein –,
15
dann kannst du dein Gesicht ohne Makel erheben, / dann stehst du fest und musst dich nicht fürchten.
16
Dann wirst du die Mühsal vergessen, / wirst an sie denken wie an Wasser, das vorüberfloss.
17
Heller als der Mittag strahlt dein Leben auf, / das Dunkel wird dem Morgen gleich.
18
Du fasst Vertrauen, weil es Hoffnung gibt, / du schaust dich um und legst dich ruhig nieder.
19
Und liegst du da, schreckt keiner dich auf, / und viele suchen deine Gunst.
20
Doch die Augen der Bösen versagen, / sie haben keine Zuflucht mehr, / ihre Hoffnung ist nur noch der Tod."
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