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Job 19
German Ubersetzung 2014
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1
Da erwiderte Hiob:
2
"Wie lange wollt ihr mich quälen, / mich mit Worten zerschlagen?
3
Schon zehnmal habt ihr mich beschimpft / und schämt euch nicht, mich zu misshandeln!
4
Und hätte ich wirklich geirrt, / müsste ich das selber ertragen.
5
Müsst ihr denn so großtun gegen mich / und mir meine Schmach beweisen?"
6
"Seht doch ein, dass Gott mir Unrecht tut, / dass er sein Fangseil um mich zieht.
7
Ich schreie: 'Gewalt!', aber niemand hört. / Ich rufe um Hilfe, doch da ist kein Recht.
8
Er hat mir den Weg verbaut, / ich kann nicht weiter. / Meine Pfade hüllt er mit Finsternis ein.
9
Er zog mir meine Ehre aus / und nahm mir die Krone vom Kopf.
10
Er hat mich ringsum niedergebrochen, so dass ich vergehe. / Meine Hoffnung riss er aus wie einen Baum.
11
Seinen Zorn ließ er gegen mich lodern / und hat mich zu seinen Feinden gezählt.
12
Geschlossen rückten seine Scharen an, / bahnten ihren Weg gegen mich / und lagerten sich rings um mein Zelt."
13
"Meine Brüder hat er von mir entfernt, / Bekannte kennen mich nicht mehr.
14
Meine Verwandten halten sich fern, / meine Freunde vergessen mich.
15
Den Gästen meines Hauses und meinen Mägden bin ich wie ein Fremder, / ein Ausländer bin ich für sie.
16
Ich rufe den Sklaven, er gibt keine Antwort; / ich muss ihn anflehen mit eigenem Mund.
17
Meiner Frau ist mein Atem zuwider, / meinen Geschwistern mein Gestank.
18
Selbst Kinder lachen über mich, / verhöhnen mich, wenn ich aufstehen will.
19
All meine Vertrauten verabscheuen mich, / und die ich liebte, haben sich gegen mich gestellt.
20
Nur Haut und Knochen bin ich noch, / nur das nackte Leben brachte ich davon.
21
Habt Erbarmen, Erbarmen mit mir, meine Freunde! / Was mich zu Boden schlug, war Gottes Hand.
22
Warum verfolgt ihr mich wie Gott, / bekommt nicht genug davon, mich zu zerfleischen?"
23
"Ich wünschte, jemand schriebe meine Worte auf, / zeichnete sie auf in ein Buch,
24
mit eisernem Griffel in Blei, / in den Felsen gehauen auf ewig!
25
Doch ich weiß, dass mein Erlöser lebt, / er steht am Schluss über dem Tod.
26
Nachdem man meine Haut so sehr zerschunden hat, / werde ich auch ohne mein Fleisch Gott schauen.
27
Ihn selbst werde ich sehen, / ja, meine Augen schauen ihn an; / er wird kein Fremder für mich sein. / Ich sehne mich von Herzen danach."
28
"Wenn ihr überlegt: 'Wie können wir ihn verfolgen, / wie finden wir den Grund seines Übels?'
29
Dann fürchtet euch selbst vor dem Schwert! / Denn Zorn wird mit dem Schwert bestraft, / damit ihr wisst: Es gibt einen Richter."
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